BIOCOM Interrelations GmbH

Paludikulturen – Verpackungen aus dem Moor

BIOCOM

Bioökonomie erleben“ ist zu Besuch beim Fraunhofer IVV in Freising. Dort findet unsere Reporterin Margarita Milidakis heraus, wie man aus Moorpflanzen nachhaltige Papiere und Verpackungen gewinnt.

Durch die Wiedervernässung von Agrarflächen wird nicht nur der Fortbestand der Moore unterstützt, sondern auch eine große Menge CO2 gebunden. Die pflanzliche Verwertung renaturierter Moore verringert zudem die Abhängigkeit von Rohstoffimporten bei der Papierherstellung.

Das Projekt „Paludiverpackungen“ des Fraunhofer Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung findet im Rahmen der „Initiative Biogene Wertschöpfung und Smart Farming“ statt. Es wird vom Bundesforschungsministerium und vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert.

➝ Youtube-Video von bioökonomie.de

Margarita: Herzlich willkommen bei Bioökonomie erleben. Ich bin Margarita, Biologin und Wissenschaftsredakteurin. Heute sind wir unterwegs zu einem Moor in Bayern im Raum Freising. Was das aber mit Bioökonomie zu tun hat, das erklärt uns jetzt Lorenzo.

Lorenzo: Hallo zusammen!

Margarita: Lorenzo Tomei erforscht, wie man pflanzliche Rohstoffe verarbeiten kann. Zum Beispiel solche, die aus dem Moor kommen. Doch wenn ich hier so rausschaue, sehe ich nur Wiesen und Felder. Das Moor von früher ist verschwunden.

Margarita: Wo sind wir denn hier genau?

Lorenzo: Wir befinden uns auf einem Testfeld von der Hochschule Weihenstephan Triesdorf. Und wie du sieht, ist das ein schönes Areal, wo spezielle Pflanzen erforscht werden für eine nachhaltigere Zukunft.

Margarita: Jetzt sollen die Flächen wieder vernässt werden, was die ursprünglichen Pflanzen wachsen lässt, die man ernten und nutzen könnte. Diese Form der Landwirtschaft nennt sich Paludikultur.

Margarita: Und das sind also die Pflanzen, mit denen wir heute was machen?

Lorenzo: Richtig, wir haben hier verschiedene Pflanzen. Wir haben Seggen, wir haben Rohrglanzgras und da drüben ist Schilfrohr. Für uns war es interessant, diese Pflanzen zu ernten und als eine alternative Art von Biomasse zu verwenden.

Margarita: Moore sind die effektivsten Kohlenstoffspeicher aller Landlebensräume. Sie binden doppelt so viel CO2 wie alle Wälder dieser Erde zusammen. Werden sie aber entwässert, scheiden sie große Mengen Treibhausgase aus. Paludikulturen sollen dies verhindern. Dafür muss der Anbau erforscht werden.

Margarita: Und was sehen wir hier?

Lorenzo: Vor uns stehen ein paar Teststationen, wo die Paludikulturen, wie in diesem Fall Seggen, technologisch erforscht werden. Hier geht es tatsächlich um Wassermanagement. Wie du siehst, diese Stationen sind so gebaut, dass man das Niveau des Wassers im Boden kontrollieren kann, um die Saisonalität dieses Niveaus nachzuahmen. Und die Idee dahinter ist, diese Kulturen landwirtschaftlich sinnvoll und vorteilhaft anzubauen.

Margarita: Landwirte können mit Paludikulturen CO2-Zertifikate erwerben und als Einkommensquelle nutzen. Aber es gibt noch einen weiteren Nutzen. Lorenzo: Schau mal, was ich für dich habe. – Das sind unsere Paludikulturen in Form einer Verpackung!

Margarita: Also sind diese Verpackungen wirklich von den Moorpflanzen hergestellt worden, die wir hier gerade sehen?! Lorenzo: Genau von diesem Feld. Margarita: Aber wie funktioniert denn das?

L & M: Lass uns an Institut gehen! Okay, let’s go.

Margarita: Wie man Moorpflanzen praktisch nutzen kann, untersucht Lorenzos Team am Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung, IVV. Die Forschung findet im Rahmen der Initiative Biogene Wertschöpfung und Smart Farming statt. Sie wird vom Bundesforschungsministerium und vom Bayerischen Staatsministerium gefördert. Papier und Verpackung aus Moorpflanzen. Wie macht man das? Schritt eins: Die Fasern müssen chemisch bearbeitet werden.

Lorenzo: Wir werden unseren Reaktor hier nutzen, um das Lignin von diesen Fasern zu extrahieren.

Margarita: Okay. Warum wollen wir das Lignin nicht drin haben? Lorenzo: Das Lignin hält die ganzen Zellulosefaser zusammen. Und wenn wir Verpackungen aus Fasern herstellen wollen, brauchen wir die freien Fasern, die Zellulosefasern.

Margarita: Moorpflanzen enthalten weniger Lignin, was sich auch leichter herauslösen lässt. So wird im Aufschluss deutlich weniger Energie benötigt als bei der Papierherstellung aus Holz.

Lorenzo: Und was Du hier siehst, ist unser Endprodukt. Das sind unsere aufbereiteten Fasern. Man sieht die Zellulosefasern. Und die brauchen wir für unsere Papiere und unsere Verpackungen.

Margarita: Und weiter geht's zur nächsten Station. Marie Föllmer ist Expertin für Materialentwicklung. Sie erforscht, wie sich aus dem Rohstoff das optimale Fasernetzwerk für Papiere bilden lässt.

Margarita: Und hier sehe ich ja, dass wir auch schon andere Fasern haben, die sehr ähnlich aussehen. Also ist das auch der nächste Schritt?

Marie: Genau. Also der nächste Schritt ist, dass wir Wasser hinzugeben. Das kannst du gerne machen. Dann werden die Fasern nochmals im nassen Zustand zermahlen. Sie sind jetzt feucht und schön aufgequollen. Jetzt kommen sie hier in unseren Ultrathorax. Der Schritt stellt jetzt quasi eine Mahlung der Fasern dar. Achtung, es quietscht!

Marie: Jetzt schauen wir im Prinzip, ob es gut fibrilliert wurde und machen ein Blatt Papier daraus. Margarita: Endlich geht’s zu den Verpackungen!

Marie: Hier ist jetzt unser Labor-Blattbildner, wo wir schauen können, ob die Fasern gut fibrilliert wurden und ob sich die Paludifasern grundsätzlich eignen, um Papier und später auch Verpackungen herzustellen.

Margarita: Na dann gucken wir mal, ob ich bis jetzt alles richtig gemacht habe! Marie: Und jetzt siehst du’s ja schon: Die Fasern verwirbeln sich noch so ein bisschen und gleichzeitig setzen sie sich auf einem Sieb ab. – Ich zeig dir das mal!

Margarita: Wow. Das sieht ganz gut aus! Marie: So, ich habe jetzt hier rüber gegautscht. Jetzt nehmen wir das Sieb raus. Ja. Möchtest du abschlagen? Probiere es mal! Also, mit Schwung. Und hier draufschlagen. Okay. Und los! Mensch, das sieht ja super aus.

M & M: Danke sehr! Für den ersten Versuch, perfekt. Und das muss jetzt in unseren Trockner.

Marie: So, hier hast Du jetzt dein Paludipapier. Margarita: Wow, aus den Pflanzen, die wir heute Morgen erst gesehen haben. Das ist echt krass. Okay. Und wie macht man jetzt Verpackungen hieraus?

Marie: Also, das passiert nicht hier bei uns, sondern an unserem zweiten Standort in Dresden. Aber wenn du willst, wir haben ein paar Verpackungen hier, und die könnte ich dir jetzt zeigen.

Marie: Also so könnten jetzt theoretisch die Verpackungen der Zukunft aus Paludikulturen aussehen. Wir haben ja erfolgreich Papier gemacht. Daraus könnte man Faltschachteln machen, wie man sie hier sieht. Wir haben auch gesehen, dass wir das Papier bedrucken können, was ja auch wichtig ist bei einer Verpackung. Wir können die Papiere tiefziehen, wenn wir entsprechende Additive zugeben. Dann kann man hier was reintun. Und was in Dresden speziell gemacht wurde, war der Faserguss. Da wird dann die Fasersuspension nicht auf so einem flachen Sieb reingeschüttet, sondern auf eine 3D-Form.

Margarita: Vielen, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit genommen hast, Marie. Und ihr, hättet ihr gedacht, dass man aus Moorpflanzen solche Verpackungen herstellen kann? Ich nicht. Aber hier ist der Beweis. Vielen Dank, und bis zum nächsten Mal mit Bioökonomie erleben.


Fördergesellschaft IZB mbH

30 Jahre IZB: Biotech-Hotspot feiert Jubiläum

Anstich des Festbiers - Christian Gnam, Geschäftsführer IZB, Bürgermeister Hermann Nafziger, Gemeinde Planegg, Staatssekretär Tobias Gotthardt, Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher, Stadt Freising, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Landtagsabgeordnete Kerstin Schreyer (v.l.n.r.)IZB

Anstich des Festbiers – Christian Gnam, Geschäftsführer IZB, Bürgermeister Hermann Nafziger, Gemeinde Planegg, Staatssekretär Tobias Gotthardt, Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher, Stadt Freising, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Landtagsabgeordnete Kerstin Schreyer (v.l.n.r.)

Das Münchner Innovations- und Gründerzentrum für Biotechnologie (IZB), eines der führenden Biotechnologie-Zentren in Europa mit über 40 ansässigen Biotech-Start-ups, feierte gestern sein 30-jähriges Jubiläum. Rund 160 geladene Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien kamen im Festzelt am Campus Martinsried zusammen, um auf drei Jahrzehnte Biotech-Geschichte zurückzublicken und neue Impulse für die Zukunft zu setzen.

„Das IZB steht seit 30 Jahren für wissenschaftlichen Fortschritt und Unternehmergeist. Dieses Jubiläum ist nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch eine Gelegenheit, auf eine beeindruckende Entwicklung zurückzublicken“, sagte Christian Gnam, Geschäftsführer des Innovations- und Gründerzentrums Biotechnologie. „Gleichzeitig motiviert es uns, die nächsten Jahre genauso entschlossen und mit derselben Innovationskraft zu gestalten, um auch weiterhin visionäre Ideen und talentierte Gründer an unserem Campus zusammenzubringen.“

Im Rahmen eines offiziellen Festakts würdigte Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder in seinem Grußwort die Rolle des IZB als Impulsgeber für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Bayern. „Hightech hat in Bayern Heimat: Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum an das Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie in Planegg-Martinsried bei München. Hier unterstützt der Freistaat seit 30 Jahren junge Life-Science-Unternehmen. Biotech ist einer der herausragenden Zukunftsbranchen mit nahezu grenzenlosen Möglichkeiten durch KI und Quanten-Computing. Aus Ideen wird Realität, um Leben zu verbessern und zu verlängern. Mit unserem Ökosystem aus Wissenschaft, Forschung und Industrie treiben wir die Vernetzung entscheidend voran. Der Freistaat fördert das Zentrum seit der Gründung mit rund 75 Mio. Euro. Mit der Hightech Agenda investieren wir insgesamt sechs Mrd. Euro in die Zukunft für ganz Bayern – und wir entwickeln den neuen Life-Science-Campus der Max-Planck-Gesellschaft in Martinsried mit Investitionen von über 600 Mio. Euro. Damit laden wir Spitzenforscher aus der ganzen Welt nach Bayern ein. Danke allen Beteiligten und alles Gute für die Zukunft!“ Auch Hermann Nafziger, Erster Bürgermeister der Gemeinde Planegg, hob in seinem Beitrag die Relevanz des IZB für die Entwicklung innovativer Therapien und Technologien hervor.

Ein Höhepunkt des Programms war die Podiumsdiskussion „30 Jahre IZB – Rückblick und Perspektiven“, moderiert von Karin Hofelich vom VentureCapital Magazin. Gemeinsam diskutierten der ehemalige IZB-Geschäftsführer Dr. Peter Hanns Zobel, Prof. Tobias Bonhoeffer (Max-Planck-Institut für biologische Intelligenz), Dr. Marion Jung (T-CURX) und Adrian Passow (Omegametrix) über die Entwicklung des Zentrums, unternehmerische Herausforderungen und Zukunftstrends in der Branche. Einen weiteren Impuls zur Bedeutung der Biotechnologie für den Standort lieferte Prof. Ralf Huss, Geschäftsführer von BioM, Netzwerkorganisation der Biotechnologiebranche in München und Bayern. Eine abschließende Keynote zur Zukunft der Biotechnologie von Dr. Dominik Schumacher (Tubulis) rundete das Programm ab.

Den feierlichen Ausklang fand der Abend bei angeregtem Networking und einem besonderen symbolischen Genuss: dem „IZBier“, das eigens zum Jubiläum am zweiten IZB-Standort in Weihenstephan gebraut und von Tobias Gotthardt, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, angezapft wurde. Es erinnert an die enge Verbindung von Biotechnologie und Braukunst – und daran, wie traditionelle Verfahren die Grundlage für moderne biotechnologische Innovationen bilden.

Über Innovations- und Gründerzentrum für Biotechnologie (IZB) in Martinsried bei München

Die 1995 gegründete Fördergesellschaft IZB mbH betreibt die Innovations- und Gründerzentren für Biotechnologie in Planegg-Martinsried und Freising-Weihenstephan und hat sich zu einem führenden Biotechnologiezentrum entwickelt. Im Mai 2025 feierte das IZB 30 Jahre Förderung wissenschaftlicher und unternehmerischer Innovation. Auf 26.000 m2 sind derzeit mehr als 40 Biotech-Unternehmen und Life-Science-Firmen mit über 700 Mitarbeitern ansässig. Hier wird an der Entwicklung von Medikamenten gegen schwerste Krankheiten wie Krebs, Alzheimer und verschiedene Autoimmunkrankheiten gearbeitet. Ein wesentliches Kriterium für den Erfolg der IZBs ist die räumliche Nähe zur Spitzenforschung auf dem Campus Martinsried/Großhadern und dem Campus Weihenstephan. Auch die Infrastrukturmaßnahmen wie der Fakultätsclub G2B (Gateway to Biotech), die IZB-Residenz CAMPUS AT HOME, die Kindergärten Bio Kids und Bio Kids2 sowie die Restaurants SEVEN AND MORE und THE BOWL Food Lounge sind Standortfaktoren, die von den Unternehmensgründern sehr geschätzt werden. Weitere Informationen unter www.izb-online.de.

Pressekontakt und Anforderung von Fotomaterial:

Marion Köhler, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fördergesellschaft IZB mbH, Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie
Am Klopferspitz 19
D-82152 Planegg-Martinsried

Telefon: +49 (0)89/55 279 48-17
E-Mail: koehler@izb-online.de


CellSystems GmbH

Bio-Spun™ Scaffolds für tierfreie 3D-Zellkultur-Applikationen

Cellsystems

Mit den Bio-Spun™ Scaffolds von BioSurfaces bietet CellSystems® eine innovative Lösung zur Optimierung und Standardisierung komplexer 3D-Zellkulturen. Die Scaffolds werden mithilfe einer patentierten Elektrospinning-Technologie aus medizinisch zugelassenen Polymeren gefertigt, die eine zufällige, nanofaserige 3D-Struktur erzeugen – ähnlich der extrazellulären Matrix (ECM) natürlicher Gewebe. Je nach experimenteller Anforderung sind biologisch abbaubare oder nicht abbaubare Polymere verfügbar.

Die vollständig tierfreien Scaffolds fördern eine physiologischere Zellinteraktion, reduzieren Stressreaktionen und verbessern die Übertragbarkeit auf in vivo-Systeme. Gleichzeitig lässt sich der unerwünschte Ab- und Umbau der ECM vermeiden – ein klarer Vorteil gegenüber vielen tierischen Matrizes.

Anwendungsbereiche umfassen unter anderem:
• Hautmodelle (z. B. Irritation, Sensibilisierung, Wundheilung)
• Atemwegsmodelle (z. B. Infektionsforschung, Inhalationstoxikologie, Wirkstofftransport)
• Modelle für Augen, Tumore, Skelettmuskulatur, Neuronen, Blut-Hirn-Schranke, Leber und mehr

Produktvorteile im Überblick:
• 100 % tierfrei
• Wahl zwischen biologisch abbaubaren und nicht abbaubaren Polymeren
• Geringe Chargenabweichung für zuverlässige, reproduzierbare Ergebnisse
• Zeit- und Kostenersparnis in Entwicklung und Testung

Verfügbare Formate:

• Inserts für 6-, 12- und 24-Well-Platten sowie gebrauchsfertige 24- und 96-Well-Platten für High-Throughput-Screenings
• Materialien: nicht abbaubare Polymere (PET, PU) oder biologisch abbaubare Polymere (PDLGA, PDLGA/PLLA-Bilayer)
• Membranstärken: 150 μm (PET), 20 μm (PU), 10 μm (PDLGA), 100 μm (PDLGA/PLLA-Bilayer)

Die Bio-Spun™ Scaffolds sind ab sofort bei CellSystems® (Tel: +49 2241 25515 0, info@cellsystems.de) erhältlich.


Vetter Pharma International GmbH

Talente von morgen heute begeistern: Der Girls’ Day 2025

Unsere Automatisierungstechnik ist ein faszinierendes Berufsfeld mit aufregenden Zukunftsperspektiven. Die jungen Teilnehmerinnen des Girls’ Day 2025 haben das hautnah erlebt.

Girls’ Day bei Vetter: Faszination Automation

Jahr für Jahr bringt der Girls’ Day Mädchen und jungen Frauen Jobs in technischen oder naturwissenschaftlichen Berufsfeldern näher. Da sind wir natürlich dabei. Schließlich ist es eine unserer wichtigsten Aufgaben, die Talente von heute für die Technik von morgen zu gewinnen – und für Vetter zu begeistern.

Zum Girls’ Day am 3. April waren neun Schülerinnen gekommen, um den Joballtag einer Elektronikerin für Automatisierungstechnik hautnah zu erleben, ein faszinierendes Arbeitsumfeld voller Hightech und vielfältiger Berufsperspektiven. Vor allem weil in der Pharmaindustrie und vor allem bei Vetter Automatisierung immer wichtiger wird. Wie weit wir auf diesem Gebiet schon sind, belegen regelmäßige Auszeichnungen wie der RAYA-Award.

Zunächst wurden die Teilnehmerinnen durch unser technisches Ausbildungszentrum geführt, ehe sie eine kleine Anlage voller Automatisierungstechnik bestaunten. Und weil es beim Girls’ Day ums Erleben und Ausprobieren geht, konnten die jungen Entdeckerinnen nach einem praxisnahen Einstieg gleich ihre Skills testen – und zwar bei der Programmierung eines Roboters.

Wie immer standen unsere Azubis den Schülerinnen für Fragen rund um Vetter und unsere Ausbildung bereit. So wurde auch der Girls’ Day 2025 für die jungen Talente zu einem Tag voller faszinierender Ein- und Ausblicke


CellSystems GmbH

NUCxyme™ – Bioprocessing-Grade Nuklease für den vollständigen Abbau von DNA & RNA

NUCxyme™ ist eine hochspezifische, sequenzunabhängige Endonuklease für den vollständigenAbbau aller Formen von DNA und RNA – egal ob einzelsträngig, doppelsträngig,linear oder zirkulär. Die Nuklease hydrolysiert Nukleinsäuren effizient zukurzen Oligonukleotiden (3–5 Basen) mit 5’-Monophosphat-Enden, reduziert dieViskosität von Zelllysaten und entfernt zuverlässig Rest-DNA/RNA in komplexenProben.

Rekombinant hergestellt in Komagataella phaffii (ehem.Pichia pastoris), ist NUCxyme™ frei von tierischen Bestandteilen,Endotoxinen und Proteasen – ideal für den Einsatz in sensiblenbiotechnologischen Anwendungen und der Downstream-Prozessierung.

Vorteile auf einen Blick:

  • Gebrauchsfertiges Flüssigformat: Formuliert in20mM Tris-HCl, 2mM MgCl₂, 20mM NaCl, pH8.0 mit 50% Glycerin
  • Höchste Nuklease-Aktivität: Schneller,vollständiger Abbau von ssDNA, dsDNA und RNA – linear oder zirkulär
  • Maximale Sicherheit durch Expression in Komagataellaphaffii: Keine tierischen Bestandteile, keine Endotoxine, keine Proteasen

NUCxyme™ ist in verschiedenen Abpackungsgrößen, sowieGroßmengen oder kundenspezifische Abfüllungen erhältlich. Kontaktieren Sie unsgerne:

CellSystems®
Tel: +49 2241 25515 0
info@cellsystems.de


SPT Labtech

Effiziente Long-Read-Genom Library Preparation im „Darwin Tree of Life“ Projekt des Wellcome Sanger Instituts

Das „Darwin Tree of Life“-Projekt des Wellcome Sanger Instituts hat das Ziel,die genetische Biodiversität der Britischen Inseln zu erfassen, indem über70.000 hochwertige Referenzgenome aller bekannten Pflanzen-, Tier-, Pilz- undProtistenarten erstellt werden. Diese genetischen Profile sollen robusteOpen-Source-Daten generieren, die zukünftigen Studien zur Verfügung stehen.


Die Sequenzierung solcher umfangreicher Genomdaten stellt hoheAnforderungen an zeitintensive und arbeitsaufwändige Liquid-Handling-Workflows.Automatisierte Arbeitsabläufe können hier die Effizienz deutlich steigern.


Erfahren Sie im Webinar, wie Forscher des Wellcome Sanger Institute erfolgreichdie Long-Read Whole Genome Library Prep mithilfe des PacBio SMRTbell Long-ReadPrep Kit 3.0 (SPK3) auf SPT Labtech’s Liquid-Handling-Plattformfirefly® automatisiert haben.


Webinar-Highlights

  • Effiziente Automatisierung: Entdecken Sie, wie die Automatisierung des SPK3-Workflows auf firefly die DNA-Integrität bewahrt und Ergebnisse liefert, die mit der manuellen Methode vergleichbar sind.
  • Vielseitige Anwendung über verschiedene Spezies: Erfahren Sie, wie der automatisierte Workflow qualitativ hochwertige Long-Read-Bibliotheken für eine Vielzahl biologischer Organismen vorbereiten kann.
  • Verbesserte Skalierbarkeit: Sehen Sie, wie die Automatisierung die Bibliotheksvorbereitung skaliert und standardisiert, den Arbeitsaufwand reduziert und Fehler bei großen Genomikprojekten minimiert.


Exklusive Fragerunde mit den Experten

Am Ende des Webinars haben Sie die Möglichkeit, direkt von denWissenschaftlern Lesley Shirley und Ben Farr vom Wellcome Sanger Institutweitere Einblicke in das Projekt und ihre Erfahrungen zu erhalten. Nutzen Siedie Gelegenheit, um Ihre Fragen an die Experten zu stellen.


Melden Sie sich jetzt zum Webinar am Donnerstag, 3. April2025, 11:00-12:00 Uhr (CET) an!


Anmeldung über diesen Link: Webinar-Registrierung


Die Aufzeichnung des Webinars finden Sie anschließend auf unserer Webseite.Klicken Sie auf folgenden Link und Sie erhalten zudem weitere Informationen,wie Webinare, Videos und Applikationen: SPT LabtechResources.


Vetter Pharma International GmbH

Vetter baut sein pharmazeutisches Warenlager deutlich aus

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Vetter, ein global agierender Pharmadienstleister, erweitert sein pharmazeutisches Lager in Ravensburg. Der Ausbau unterstützt die steigende Marktnachfrage sowie das organische Wachstum des unabhängigen Familienunternehmens.

Mit einem Investitionsvolumen von über 150 Millionen Euro werden die bereits vorhandenen 13.000 Palettenstellplätze für die Kühllagerung um weitere 16.000 erweitert. Nach Fertigstellung wird Vetter über insgesamt 68.000 Palettenstellplätze für verschiedene Temperaturanforderungen verfügen.

Die Erdarbeiten starteten Ende vergangenen Jahres. Die Lagererweiterung soll bis 2028 abgeschlossen sein. Das erste Etappenziel, die Fertigstellung der Gebäudehülle, wird für das vierte Quartal 2026 erwartet. Neben der Erweiterung des Hochregallagers wird das neue
22.500 m² große Gebäude auch ein Lager für Stabilitäts- und Referenzproben, zusätzliche Kapazitäten für manuelle und automatisierte optische Kontrolle, ein neues Mitarbeitendenrestaurant sowie Büroflächen und ein Rechenzentrum beherbergen.

„Seit der Eröffnung unseres Zentrums für Optische Kontrolle und Logistik im Jahr 2012 haben wir unsere Lagerkapazitäten für Raumtemperatur sowie für Kühllagerung stetig ausgebaut,“ erklärt Vetter-Geschäftsführer Carsten Press. „Der jüngste Bauabschnitt markiert einen weiteren strategischen Schritt in der Entwicklung unseres Lagerangebotes und ermöglicht uns, Kunden auch in Zukunft zuverlässige und umfassende Dienstleistungen für ihre zum Teil temperaturempfindlichen Wirkstoffe zu bieten.“

Die Erweiterung des Gebäudes dient in erster Linie dem Ausbau der Kühllagerkapazitäten sowie der Unterbringung von Kühltruhen und begehbaren Gefrierschränken, die speziell für hochwertige pharmazeutische Produkte und die dazugehörigen Materialien ausgelegt sind. „Die Notwendigkeit der Kühllagerung für viele innovative Arzneimittel erhöht den Bedarf an Palettenstellplätzen,” erklärt Timo Usinger, Senior Vice President Supply Chain Management bei Vetter. „Der neue Bauabschnitt wird daher komplett gekühlt ausgeführt. Wir setzen hier neuste Automatisierungs- und Digitalisierungstechnik ein, wie fortschrittliche Überwachungssysteme sowie eine vollautomatische Ein- und Auslagerung der Paletten.“

Vetter möchte auch in Zukunft eine aktive Rolle bei der Weiterentwicklung und Anwendung von Innovationen im Bereich der pharmazeutischen Lagerung spielen, um die wichtigen Bedürfnisse seiner globalen Kunden und deren Patienten an eine sichere Lieferkette zu erfüllen.

Über Vetter
Vetter ist eine führende Contract Development und Manufacturing Organisation (CDMO) mit Hauptsitz in Ravensburg und Produktionsstätten in Deutschland, Österreich und den USA. Als Global Player ist der unabhängige Pharmadienstleister mit eigenen Vertriebsstandorten in den asiatisch-pazifischen Märkten Japan, China, Südkorea und Singapur nahe an seinen Kunden. Weltweit vertrauen kleine und große Pharma- und Biotechunternehmen auf die jahrzehntelange Erfahrung, die hohe Qualität, moderne Technologien, sowie die Zuverlässigkeit und das Engagement der über 7.000 Mitarbeitenden. In enger Partnerschaft mit seinen Kunden versorgt Vetter Patientinnen und Patienten auf der ganzen Welt mit teils lebensnotwendigen Medikamenten. Die CDMO unterstützt von der Prozessentwicklung über die klinische und kommerzielle Abfüllung bis hin zu vielfältigen Montage- und Verpackungsangeboten für Vials, Spritzen und Karpulen. Mit innovativen Lösungen entwickelt der Pharmadienstleister gemeinsam mit seinen Auftraggebern vorgefüllte Injektionssysteme zur stetigen Verbesserung von Patientensicherheit, -komfort und -compliance. Vetter ist ein Vorreiter in der Branche beim Thema Nachhaltigkeit und handelt als Corporate Citizen sozial und ethisch verantwortlich. Der Pharmadienstleister ist Mitglied des UN Global Compact, der Science Based Target initiative (SBTi) und hält den Gold Status im EcoVadis-Ranking. Vielfache Preise wie die CDMO Leadership Awards, der Frost & Sullivan Customer Value Leadership Award oder die Auszeichnung als Best Managed Company unterstreichen das Engagement für nachhaltiges Wirtschaften. Das bereits 1950 in Ravensburg gegründete Unternehmen ist noch heute in Familienbesitz. Für weitere Informationen besuchen Sie www.vetter-pharma.com und folgen Sie Vetter auf LinkedIn.

Kontakt
Vetter Pharma International GmbH
Markus Kirchner
Unternehmenssprecher / Media Relations
Eywiesenstraße 5
88212 Ravensburg
Deutschland
Telefon: +49 (0)751-3700-3729
E-Mail: PRnews@vetter-pharma.com

© Vetter Pharma International GmbH: Entwurf der finalen Ausbaustufe des Gebäudes. Der linke Abschnitt illustriert den neuen Anbau.


YUMAB GmbH

VHH discovery for bispecifics – combination of in-vivo immunization and in-vitro display

Conventional IgG antibodies are powerful tools for many applications. Despite their flexibility, they also encounter limits of feasibility. With their size of 150 kDa they are limited in tissue penetration and less stable when it comes to harsh conditions, such as pH stress, temperature stress or protease rich environments, just to name a few.

Single domain antibodies (e.g. VHH) possess properties which circumvent these limitations. This case study demonstrates the power of YUMAB’s VHH discovery platform by combining in-vivo immunization and in-vitro display.


SPT Labtech

Webinar – Automatisiertes Screening zur Entdeckung neuer Antibiotika gegen Tuberkulose

Forscher vom Francis Crick Institute (London, Vereinigtes Königreich) und GSK haben innovative Automatisierungslösungen wie das Liquid-Handling Instrument dragonfly® discovery von SPT Labtech sowie die LINQ-Plattform von Automata zur Durchführung eines Enzymscreenings im Hochdurchsatz eingesetzt. Das Screeningverfahren ist Teil einer Initiative zur Enteckung neuer Antibiotika gegen Tuberkulose (TB) und zielt darauf ab den Tuberkuloseerreger Mycobacterium tuberculosis (Mtb) zu untersuchen.

Tuberkulose ist nach wie vor ein weltweites Gesundheitsrisiko. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkranken jährlich etwa 10,6 Millionen Menschen an Tuberkulose, und etwa 1,3 Millionen Menschen sterben jedes Jahr daran (WHO, Stand 2023). Die zunehmende Entwicklung von Antibiotikaresistenzen erschweren die Behandlung und machen neue therapeutische Ansätze notwendig.

Aufbauend auf Untersuchungen von GSK mit Zielsetzungen für den Bereich der humanen Orthologie, führte das Forscherteam vom Francis Crick Institute ein Repurposing Screening von rund 6.000 Compounds durch. Ihr Fokus lag dabei auf einem essenziellen Enzym aus der Mtb Biosynthese von Aminosäuren und ermöglichte eine Bewertung der potenten Wirkstoffe, Selektion und mikrobieller Wirksamkeit.

Die Ergebnisse beschleunigten die Identifizierung vielversprechender Mtb-Enzyminhibitoren und bildeten eine solide Grundlage für weitere Versuche im Bereich Medizinischer Chemie. Darüber hinaus ermöglichten schrittweise Verbesserungen des automatisierten Workflows wichtige Erkenntnisse über das Potenzial der Roboter-Plattform für die Arzneimittelentwicklung im Hochdurchsatz.

Folgende Inhalte werden im Webinar vermittelt:

·      Technische Möglichkeiten der Automata LINQ-Plattform für automatisierte End-to-End Screenings sowie Einblicke in das schnelle und präzise Liquid-Handling mit dem dragonfly discovery von SPT Labtech

·      Laborautomatisierung und ihre Anwendung für die Forschung und Arzneimittelentwicklung im Bereich Tuberkulose

·      Entwicklung und zeitliche Optimierung von automatischen Workflows zum Skalieren zeitlich sensibler Enzymassays auf ein Hochdurchsatz-Niveau.

·      Herausforderungen und Vorteile für die Automatisierung von Workflows im Bereich Arzneimittelentwicklung in der akademischen Forschung


Melden Sie sich jetzt zum Webinar am Mittwoch, 19. Februar 2025, 17:00-18:00 Uhr (CET) an!

Anmeldung über diesen Link: https://www.sptlabtech.com/webinar-automating-antibiotic-discovery-in-academia-register

Die Aufzeichnung des Webinars finden Sie anschließend auf unserer Webseite. Klicken Sie auf folgenden Link und Sie erhalten zudem Zugriff auf weitere Informationen, wie Webinare, Videos, Applikationen, und mehr: https://www.sptlabtech.com/resources.

 


BIOCOM Interrelations GmbH

Zukunftsperspektive Bioökonomie – zu einer nachhaltigeren Welt beitragen

Am 7. November 2024 fand im Bundesministerium für Bildung und Forschung in Berlin erstmals die Veranstaltung „Zukunftsperspektive Bioökonomie“ statt. Über 130 junge Menschen kamen zusammen, um die vielfältigen Bildungs- und Karrierechancen in der biobasierten und nachhaltigen Wirtschaft zu erkunden.

Highlights der Veranstaltung:

  • Interaktive Videoausstellung: Teilnehmende konnten über Tablets Fragen auswählen und erhielten Antworten von Persönlichkeiten, die als Vorbilder für Karrieren in der Bioökonomie dienen.
  • Podiumsdiskussionen: Experten aus Wissenschaft und Industrie diskutierten über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in der Bioökonomie, darunter maßgeschneiderte Wirtsorganismen und Transformationen im Bausektor.
  • Live-Schalten: Virtuelle Einblicke in Labore und Unternehmen, wie das Mooslabor der Universität Freiburg und die Wiener Schneckenmanufaktur, boten praxisnahe Eindrücke.

🌍 Warum ist die Bioökonomie wichtig?

Die Bioökonomie geht als sinnstiftendes und zukunftsweisendes Feld hervor – eine Jahrhundertchance, den nachhaltigen Wandel aktiv mitzugestalten.

🎓 Karriereperspektiven:Ob in der akademischen Forschung, der Industrie oder bei Start-ups – die Veranstaltung zeigte, wie vielseitig und zukunftsorientiert die Bioökonomie ist.

👉 Seid Teil des Wandels und entdeckt weitere Informationen unter Bioökonomie.de!