Medigene AG 9. Dezember 2021

Neue Sicherheitsdaten zeigen, dass das induzierbare System von Medigene nur korrekt gepaarte T-Zell-Rezeptoren bildet

Die Medigene AG (Medigene, FWB: MDG1, Prime Standard), ein Immunonkologie-Unternehmen mit klinischen Projekten fokussiert auf die Entwicklung T-Zell-gerichteter Krebstherapien, präsentiert neue Sicherheitsdaten die zeigen, dass ihr induzierbares Medigene T-Zell-Rezeptor- (iM-TCR) System nur korrekt gepaarte T-Zell-Rezeptoren (T cell receptors, TCR) bildet. Die Daten werden auf dem ESMO Immuno-Oncology Kongress veröffentlicht, der vom 8. bis 11. Dezember 2021 sowohl virtuell als auch vor Ort in Genf, Schweiz, stattfindet.

Medigenes induzierbarer T-Zell-Rezeptor (iM-TCR) - Ein Feinsteuerungssystem zum Ein- und Ausschalten von TCR-T-Zellen

Das iM-TCR-System steuert den Grad der Expression eines eingeschleusten TCRs auf der Oberfläche von T-Zellen und regelt damit, wie aktiv die TCR-T-Zellen sind. In Anwesenheit des entsprechenden Medikaments paaren sich die beiden Ketten des TCR und der TCR wird auf die Oberfläche der T-Zellen gebracht; ohne das Medikament verschwinden die TCRs von der Oberfläche. Neue TCRs bilden sich erst wieder, wenn das Medikament erneut gegeben wird. Die An- oder Abwesenheit des Medikaments bestimmt also das Aktivitätsniveau der TCR-T-Zellen, was dem Arzt potenziell die Möglichkeit gibt, die TCR-T-Aktivität nach Bedarf ein- und auszuschalten.

Prof. Dolores Schendel, Vorstandsvorsitzende und Wissenschaftsvorstand bei Medigene: "T-Zell-Rezeptoren bestehen aus zwei unterschiedlichen Ketten, einer alpha- und einer beta-Kette. Durch die "erzwungene" Paarung, welche durch die Gabe eines bestimmten Medikaments ausgelöst wird, wäre es möglich, dass statt den gewollten alpha-beta Paaren auch ungewollte alpha-alpha oder beta-beta Paare gebildet werden könnten. Das hätte ein Sicherheitsrisiko dargestellt, da somit TCRs mit neuen und unbekannten Reaktivitäten entstehen könnten. Unsere Experimente haben dies jedoch ausgeschlossen: In einem in-vitro-System haben wir gezeigt, dass nur die gewünschten alpha-beta Paare gebildet werden.

Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die Sicherheit und Funktionalität der modifizierten T-Zellen für die Übertragung in Patienten zu gewährleisten und erste klinische Testungen zu ermöglichen. Unser iM-TCR-System soll es Ärzten künftig ermöglichen, unerwünschte Nebenwirkungen einer TCR-T-Therapie zu vermeiden und eine laufende Immunreaktion präzise zu regulieren."

Immuntherapien bieten einen vielversprechenden, revolutionären Ansatz in der Krebstherapie. T-Zellen, die wichtigsten Akteure im Immunsy... [mehr]