Helicobacter-Infektion mit Milchsäure-Bakterien bekämpfen

Behandlung könnte Antibiotika ersetzen und schützt die Mikroflora des Menschen 

Der Magenkeim Helicobacter pylori, Erreger von Gastritis und Magenkrebs sowie Entzündungen von Magenschleimhaut und Zwölffingerdarm, kann durch ein Milchsäurebakterium auf natürliche Weise bekämpft werden. Dadurch könnte der Einsatz von Antibiotika überflüssig werden. Das ist das Ergebnis einer klinischen Studie, die das Biotechnologie-Unternehmen Organobalance unter der Leitung von Prof. Dr. Christine Lang und Dr. Caterina Holz durchgeführt und im internationalen Magazin „Probiotics and Antimicrobial Proteins“ publiziert hat (http://link.springer.com/article/10.1007/s12602-014-9181-3).

Insgesamt wurden rund 700 Milchsäurebakterienstämme aus der Stammsammlung der Organobalance GmbH in Berlin getestet, von denen acht eine Reaktion mit dem Helicobacter pylori-Keim aufzeigten. Der Stamm Lactobacillus reuteri DSM17648 wies die stärksten Bindungs-Eigenschaften auf. „Er aggregiert mit dem Magenbakterium, das auf diese Weise seine Beweglichkeit verliert und nicht mehr in die Magenschleimhaut eindringen kann“, erklärt Christine Lang.

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