ORGANOBALANCE GmbH - Novozymes Germany

Produktion: Etablierung von skalierbaren Produktionsprozessen im Pilotmaßstab

Produktion im industriellen Maßstab durch Lohnproduzenten

Forschungsschwerpunkte: Screening von wirkspezifischen Probiotika/Mikroorganismen
Entwicklung von Produktionsstämmen für ausgewählte Carbonsäuren, Vitamine, Isoprenoide/Terpenoide, Enzyme

Dienstleistungen/Sonstiges: F&E-Kooperationen: Screening wirkspezifischer Probiotika/Mikroorganismen
Stammentwicklungsanalytik (mikro,- molekularbiologisch, chemisch)
Prozess- und Verfahrensentwicklung / -optimierung
Optimierung der Proteinexpression und -sekretion bei Hefen

  • Mitarbeiterzahl

    35
  • Ausrichtungen
    • Auftragsforschung
    • Lohnhersteller / Produzenten
  • Gegründet

    2001
  • Aktualisiert am

    20.11.2017

Hefe ersetzt Rohstoffe aus Erdöl + Tier- und Pflanzenarten

Hefe ersetzt Rohstoffe aus Erdöl und bedrohten Tier- und Pflanzenarten

Beitrag im Fachmagazin CHEManager zeigt konkrete Beispiele und Erfolgsmodelle

Die Industrie verarbeitet und verbraucht jeden Tag Hunderte Tonnen Feinchemikalien, die nicht nur extrem teuer sind, sondern oft aus begrenzten Rohstoffen oder aus bedrohten Teerend Pflanzenarten gewonnen werden. Eine ressourcenschonende und günstige Alternative ist in vielen Fällen eine Produktion durch spezifische Hefestämme. In einem Beitrag für die aktuelle Ausgabe des Fachmagazins CHEManager erläutert Dr. Klaus Pellengahr vom

Biotechnologie-Unternehmen Organobalance anhand konkreter Beispiele, wo Hefen als ökologisch und ökonomisch sinnvolle Alternative eingesetzt werden können.

Neue Leitung für Klinische Produktentwicklung

Dr. Isabelle Ahrens-Fath leitet ab sofort die Klinische Produktentwicklung beim Biotechnologie-Unternehmen Organobalance GmbH. Die 48-Jährige war zuvor zehn Jahre lang für das Forschungsinstitut Parexel tätig, wo sie zuletzt den europaweiten Bereich Clinical Feasibility Leaders verantwortete.

Vor ihrer Tätigkeit bei Parexel arbeitete Isabelle Ahrens-Fath für Rhone Poulenc Rorer im französischen Vitry/Alfortville, die Schering AG und das Forschungszentrum der Paion AG in Berlin. „Ich freue mich darauf, bei Organobalance meine Erfahrung in der präklinischen und klinischen Forschung der Pharma- und Biotechnologiebranche einzubringen“, sagt sie.

Hier geht es zur vollständigen Pressemeldung!


Helicobacter-Infektion mit Milchsäure-Bakterien bekämpfen

Behandlung könnte Antibiotika ersetzen und schützt die Mikroflora des Menschen 

Der Magenkeim Helicobacter pylori, Erreger von Gastritis und Magenkrebs sowie Entzündungen von Magenschleimhaut und Zwölffingerdarm, kann durch ein Milchsäurebakterium auf natürliche Weise bekämpft werden. Dadurch könnte der Einsatz von Antibiotika überflüssig werden. Das ist das Ergebnis einer klinischen Studie, die das Biotechnologie-Unternehmen Organobalance unter der Leitung von Prof. Dr. Christine Lang und Dr. Caterina Holz durchgeführt und im internationalen Magazin „Probiotics and Antimicrobial Proteins“ publiziert hat (http://link.springer.com/article/10.1007/s12602-014-9181-3).

Insgesamt wurden rund 700 Milchsäurebakterienstämme aus der Stammsammlung der Organobalance GmbH in Berlin getestet, von denen acht eine Reaktion mit dem Helicobacter pylori-Keim aufzeigten. Der Stamm Lactobacillus reuteri DSM17648 wies die stärksten Bindungs-Eigenschaften auf. „Er aggregiert mit dem Magenbakterium, das auf diese Weise seine Beweglichkeit verliert und nicht mehr in die Magenschleimhaut eindringen kann“, erklärt Christine Lang.

Mehr Info in der Pressemeldung - siehe PDF

Grüne Woche in Berlin

Prof. Dr. Christine Lang, Geschäftsführerin der Organobalance GmbH und Vorsitzende des Bioökonomierates der Bundesregierung, hat auf der nature.tec – Fachschau Bioökonomie im Rahmen der Grünen Woche in Berlin mit

Besuchern aus Politik und Wirtschaft über die Bedeutung der Bioökonomie für die Industrie und Gesellschaft diskutiert.

Politiker aller Parteien haben sich informiert, darunter auch die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Simone Peter, und der Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Dr. Anton Hofreiter. Präsentiert wurden in einem „Bioökonomie-Apartment“ 34 Produkte, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt sind, unter anderem ein Fahrrad, das zu großen Teilen aus Holz besteht, Winterreifen aus Löwenzahn-Kautschuk, ein Kleid aus Milchproteinen sowie verschiedene Produkte aus Biokunststoffen. Damit sollte auch gezeigt werden, wie sehr Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen bereits Teil des täglichen Lebens sind.

Bild: © Bioökonomierat

Weitere Informationen unter:

www.biooekonomierat.de

Positive Wirkung gesunder Bakterien bestätigt

Symposium: „Bakterien sind wichtige Bausteine menschlichen Lebens“

Wissenschaftler bestätigen positive Wirkung gesunder Bakterien

Die menschliche Haut ist ständig in Kontakt mit einer Vielzahl potentiell krank machender Mikroorganismen. Dennoch kommen Infektionen der Haut vergleichsweise selten vor, „was auf ein hochentwickeltes angeborenes Abwehrsystem schließen lässt“, so Prof. Dr. Jürgen Harder vom Universitätsklinikum Kiel beim Symposium „Beneficial Microbes“ in Berlin. Eine entscheidende Rolle in diesem natürlichen Abwehrsystem komme kleinen körpereigenen Antibiotika (Antimikrobiellen Peptiden) zu. Durch ihre weitere Erforschung und Entschlüsselung könnten neue Therapiemöglichkeiten für dermatologische Erkrankungen entwickelt werden, so Harder.

Das Symposium mit Fachleuten aus Medizin, Pharmazie und Mikrobiologie wird alle zwei Jahre vom Berliner Biotechnologie-Unternehmen Organobalance veranstaltet. Geschäftsführerin Prof. Dr. Christine Lang betonte zur diesjährigen Veranstaltung die positive Rolle von Bakterien. Allzu oft werde in Medien, Werbung und Öffentlichkeit nur von gefährlichen Bakterien und bakteriell bedingten Erkrankungen gesprochen. Die Bedeutung und Wirkung gesunder Bakterien als natürliche Gegenpole werde nicht genügend dargestellt. Auch Dr. Bernd Wegener, Vorstand der Organobalance Medical AG, stellte klar: „Bakterien sind nicht unsere Feinde, sondern wichtige Bausteine menschlichen Lebens.“

Fortsetzung siehe PDF

Neue Website über die Vielfalt von Bakterien

Bakterien sind schmutzig, aggressiv und verursachen schlimme Krankheiten – das glauben zumindest viele Menschen. Dass es im Gegenteil sehr viele gute Bakterien gibt, und wie wichtig sie für einen gesunden Organismus sind, zeigt die neue Website

www.gesundebakterien.de

Initiiert hat sie Prof. Dr. Christine Lang, Professorin für Biotechnologie und Mikrobiologie an der Technischen Universität Berlin und Geschäftsführerin des Biotechnologie-Unternehmens Organobalance.

„Wir machen damit deutlich, wie wichtig die Mikroflora, also eine natürliche Vielfalt von Bakterien für unsere Gesundheit ist“, betont Christine Lang. Die Zahl unterschiedlicher Bakterien geht Schätzungen zufolge in die Milliarden. Durch den übertriebenen oder falschen Einsatz von Reinigungsmitteln, Kosmetik oder Antibiotika werde die gesunde Bakterien-Vielfalt oft aus dem Gleichgewicht gebracht oder zerstört. Das gelte für Anwendungen auf der Haut ebenso wie für Magen und Darm.

Fortsetzung siehe PDF


ProcessNet: Bäckerhefe in Chemie und Lebensmittelindustrie

Dass Hefe nicht nur zum Backen benutzt wird, sondern eine wichtige Rolle in Biotechnologie, Lebensmittelherstellung und Chemie spielt, ist in Fachkreisen bekannt. In welchen Produkten und bei welchen Prozessen Hefe konkret eingesetzt wird, und welche Möglichkeiten aktuell erforscht werden, darüber berichtet Prof. Dr. Detlef Goelling von der Organobalance GmbH auf der Jahrestagung der Biotechnologen von "ProcessNet" und "Dechema", die vom 30. September bis 2. Oktober in Aachen stattfindet. 

"Die Bäckerhefe ist ein robuster, etablierter und industriell bestens geeigneter Organismus, der zur Herstellung von Proteinen und anderen werthaltigen Stoffen genutzt werden kann", erklärt Prof. Goelling vorab. Sie wird unter anderem bei der Produktion von Ethanol oder Bernsteinsäure eingesetzt, aber auch bei der Herstellung von Fruchtsäften.

 In seinem Vortrag zeigt Detlef Goelling unter anderem Methoden, um Enzyme aus Bäckerhefe bei der weiteren Entwicklung und Herstellung auch im industriellen Stil effektiv nutzen zu können. Die Ergebnisse beruhen auf gemeinsamen Forschungen, an denen neben Organobalance die Technische Universität Berlin sowie Unternehmen wie die infoteam Software AG, Biosilta und Precision Sensing beteiligt sind. 

Das Netzwerk "ProcessNet" ist eine Initiative der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (DECHEMA) und der Gesellschaft für Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (VDI-GVC). Es umfasst Fachgruppen, Arbeitskreise und Gremien in den Gebieten Verfahrenstechnik, Chemieingenieurwesen und Technische Chemie.

Biodiversität nutzen

ORGANOBALANCE nutzt die einzigartige mikrobielle Stammsammlung mit etlichen tausend Stämmen von Hefen und Milchsäurebakterien aus natürlichen Quellen. Über Jahrzehnte wurden und werden Mikroorganismen aus unterschiedlichsten Proben isoliert, gesammelt und sorgfältig archiviert. Unsere mikrobielle Stammsammlung ist auf lebensmittelgeeignete Mikroorganismen fokussiert. Sie zeichnet sich zudem durch eine hohe natürliche Biodiversität der Stämme aus. Unsere Stammsammlung bietet: Lebensmittel-Mikroorganismen mit GRAS- und QPS-Status Milchsäurebakterien und Hefen aus verschiedensten Habitaten Schnellen Zugriff für die Durchmusterung mittels Bioassays Hohe Biodiversität Älteste Stämme aus den 1920iger Jahren Diese naturbelassenen Stämme sind unsere Quelle für neue Produkte in den Branchen Lebensmittel, Futtermittel, Kosmetik und gesundheitsfördernde Wirkstoffe für Mensch und Tier.

Thomas Polakowski neuer Forschungsleiter

Thomas Polakowski ist neuer Forschungsleiter beim Berliner Biotechnologie-Unternehmen Organobalance. Der 45-Jährige kam im Mai von der 3B Pharmaceuticals GmbH, wo er für Kundenprojekte und Technologie-Etablierung verantwortlich war. "Ich freue mich sehr, die Forschungsarbeiten im Bereich Metabolic Engineering und Screening bei der Organobalance zu gestalten und auch meine Management-Erfahrungen einzubringen", sagt er. Polakowski hat an der FOM Hochschule für Ökonomie & Management einen MBA-Abschluss absolviert und zuvor an der Technischen Universität Berlin Biotechnologie studiert und über Metabolic Engineering promoviert. Vor seinen Tätigkeiten in Berlin war Thomas Polakowski Laborleiter bei Aventis Research and Technologies in Frankfurt am Main. "Seine ausgeprägte Expertise in der kundenorientierten Forschung und Entwicklung bedeutet eine exzellente Verstärkung für unser Team", erläutert Prof. Dr. Christine Lang, Geschäftsführerin der Organobalance. Das Unternehmen hat sich auf die Erforschung und Verarbeitung probiotischer Wirkstoffe unter anderem für Pharmazie, Kosmetik, Tiernahrung und Kunststoff-Industrie und die gerichtete Entwicklung von Hefen für die industrielle Biotechnologie spezialisiert. Christine Lang lehrt außerdem als Professorin für Biotechnologie und Mikrobiologie an der TU Berlin. Sie ist darüber hinaus eine von zwei Vorsitzenden des Bioökonomierates der Bundesregierung.

Backhefe als Alternative

Medikamente aus Tieren und Pflanzen: Backhefe als Alternative Der für Hautpflege und medizinische Anwendungen wichtige Wirkstoff Squalen muss nicht wie bisher aus Haifischleber gewonnen werden. Er kann auch mit Hilfe von Hefen hergestellt und natürliche Ressourcen dadurch geschont werden. Das gilt auch für Duftstoffe aus Walfett und pharmazeutisch wirksame Stoffe aus Pflanzen. Darauf hat die Berliner Wissenschaftlerin Prof. Dr. Christine Lang auf der internationalen Jahreskonferenz Mikrobiologie in Liverpool hingewiesen. Auch Produkte, für deren Herstellung bislang fossile Rohstoffe oder andere nicht nachhaltige Quellen genutzt werden, können alternativ mit Hilfe von Bakterien und Hefen in mikrobiologischen und biotechnologischen Verfahren entstehen. Durch diese so genannte industrielle oder weiße Biotechnologie werden begrenzt vorhandene Rohstoffe optimal genutzt und zugleich Natur und Umwelt geschont, so Lang, die auch Vorsitzende des Bioökonomierates der Bundesregierung ist. Dies sei das Ziel von Biotechnologie und Bioökonomie. Als Beispiel neben Squalen und anderen Terpenen nannte Christine Lang Bernsteinsäure, die mit Hilfe von Backhefe-Stämmen aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und als Ausgangsstoff für Kunststoffe genutzt wird. Wie bei der Herstellung von Bernsteinsäure benötigten zahlreiche herkömmliche chemische Synthesen hohe Temperaturen mit einem hohen Energieverbrauch und umweltschädlichen Lösungsmitteln. "Hier bieten biotechnologische Herstellungsverfahren in Hefen oft eine Ressourcen schonende und kostengünstige Alternative." Christine Lang ist Geschäftsführerin des Berliner Biotechnologie-Unternehmens Organobalance GmbH, das über mehr als 8.000 Hefe- und Milchsäurebakterienstämme verfügt. Hier wurden bereits natürliche Wirkstoffe gegen bakterielle Erkrankungen wie Karies sowie Magen- und Darmerkrankungen gefunden.