Ascenion GmbH 24. Juni 2018

HKI und Partner bringen neues Antibiotikum gegen Tuberkulose vom Labor bis zur klinischen Prüfung

Das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut (HKI) und die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) haben einen neuen antibiotischen Wirkstoff, der am HKI entdeckt wurde, von der Grundlagenforschung bis zu klinischen Prüfungen vorangebracht. Nach Genehmigung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) haben die Partner eine Phase-I-Studie begonnen, um die Sicherheit der Substanz zu evaluieren, wobei freiwillige Teilnehmer geringe, schrittweise ansteigende Dosierungen erhalten.

Aufgrund seines neuen, einzigartigen Wirkmechanismus hat der Wirkstoff mit der Bezeichnung BTZ043 gute Chancen, auch solche Stämme des Erregers Mycobacterium tuberculosis zu bekämpfen, die gegen herkömmliche Antibiotika resistent sind.

Der Weltgesundheitsorganisation zufolge zählt Tuberkulose noch immer zu den 10 häufigsten Todesursachen weltweit. Insbesondere resistente Keime sind eine ernsthafte Bedrohung – auch in Europa. Die Häufigkeit der Erkrankung ist dort zwar am geringsten, aber die Anzahl resistenter Fälle ist am höchsten. 

Ascenion, der Wissens- und Technologietransferpartner des HKI, hat über die Jahre hinweg alle IP-relevanten Aspekte des Projektes gemanagt und die Strukturierung von Partnerschaften unterstützt.

„Wir gratulieren dem HKI und der LMU zu diesem wichtigen Meilenstein. Ihre Arbeit hat großes Potenzial für Millionen von Menschen in aller Welt“, so Dr. Christian Stein, Geschäftsführer von Ascenion. „Es ist ein bemerkenswerter Erfolg, dass es ihnen gelungen ist, einen ganz neuen Wirkstoff im akademischen Umfeld über alle Phasen von der Entdeckung bis zur klinischen Prüfung zu entwickeln und dies weitgehend mit öffentlichen Mitteln zu finanzieren. Dies könnte zum Vorbild für die Entwicklung weiterer neuer Antibiotika gegen resistente Infektionen werden.“

Das Projekt wird vom Konsortium InfectControl 2020 und vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) unterstützt. Partner für Produktion und die klinische Entwicklung sind die Hapila GmbH und die Nuvisan GmbH.
 

Wissenschaftliche Details und weitere Informationen finden Sie in der Meldung des HKI unter: www.leibniz-hki.de

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