MOLOGEN AG 1. November 2017

Fördermittel von 2,6 Mio. US-Dollar für die weitere Entwicklung eines Impfstoffs

Das biopharmazeutische Unternehmen MOLOGEN AG (ISIN DE0006637200; Frankfurt Wertpapierbörse Prime Standard: MGN) hat vom Global Health Innovative Technology (GHIT) Fonds, Tokio, Japan, die Zusage für Fördermittel in Höhe von ca. 2,6 Mio. US-Dollar erhalten. Der Betrag ist Teil von Gesamtfördermitteln in Höhe von 3,6 Mio. US-Dollar, die ein internationales Konsortium, dem auch MOLOGEN angehört, zur weiteren Entwicklung eines Leishmaniose-Impfstoffes vom GHIT-Fonds erhalten hat. Die zugrundeliegende Plattformtechnologie, das MIDGE®-Vektor-System, wurde von MOLOGEN unter anderem für Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten entwickelt. MOLOGEN wird zunächst übergangsweise den Impfstoff für die im Rahmen des Projektes durchzuführenden Studien bereitstellen und gleichzeitig Aktivitäten unterstützen, um die Produktion des Impfstoffs auf einen Lohnhersteller zu übertragen. Eine Fortsetzung der Studien durch MOLOGEN selbst ist nicht geplant. Hintergrund ist, dass MOLOGEN derzeit die Auslagerung der MIDGE®-Technologie im Rahmen der Next Level Strategie vorbereitet. Mit dem GHIT Funding wird die weitere und zeitnahe Entwicklung des Projektes durch einen Partner auf eine bessere Basis gestellt und der Wert der Plattformtechnologie damit erhalten.


Das Projekt wird von der „European Vaccines Initiative“ koordiniert, einer führenden europäischen „Product Development Partnership“-Organisation zur Entwicklung dringend benötigter Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten. Neben der Universität Nagasaki, Japan, gehören dem Konsortium auch die London School of Hygiene and Tropical Medicine, Großbritannien und die Charité Universitätsmedizin Berlin, Deutschland als langjährige wissenschaftliche Partner der MOLOGEN an. Die Fördermittel des GHIT-Fonds ermöglichen dem Konsortium zusätzliche präklinische Studien und die Vorbereitung der klinischen Phase-I-Studie zur Prüfung der Sicherheit und Immunogenität des Leishmaniose-Impfstoffes im Menschen. Leishmaniose ist eine „vernachlässigte“ Tropenkrankheit, was die medikamentöse Forschung und Entwicklung betrifft. Von der Leishmaniose ist ein großer Teil der Weltbevölkerung, vorwiegend in den ärmeren Regionen der Welt, betroffen.


„Die Fördermittel-Zusage des GHIT-Fonds ist ein wichtiger Schritt zur Sicherung der Zukunft der MIDGE®-Technologie – damit kann das Konsortium einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung eines Leishmaniose-Impfstoffs und Behandlung leisten. Zudem zeigt die Verwendung von MIDGE®-Molekülen für diesen wichtigen Impfstoff den Wert dieser Plattformtechnologie, was auch den Prozess des geplanten Divestments dieser Technologie unterstützt“ so Dr. Mariola Söhngen, Vorstandsvorsitzende der MOLOGEN.


MOLOGEN hatte sich im Rahmen der Neuausrichtung und der „Next Level“ Strategie im Sommer 2016 entschieden, die MIDGE®-Technologie zu veräußern oder in ein Spin-off einzubringen. Daher steht die Teilnahme der MOLOGEN an diesem Projekt unter der Bedingung, dass kurzfristig ein Partner diese Rolle übernehmen wird. Dazu werden weiterhin intensive Gespräche geführt. Mit Hilfe der Fördermittel im Rahmen des Projektes eröffnet sich für den künftigen Partner die Möglichkeit, die Datenbasis für die Technologieplattform MIDGE® zu erweitern. Damit trägt das Projekt zu einer weiteren Validierung dieser Technologie bei. Zukünftigen Lizenznehmern der Technologie oder einem neuen, auszugründenden Unternehmen (Spin-off) kann somit ein wesentlich verstärktes MIDGE®-Portfolio angeboten werden.


Die komplette MOLOGEN-Pressemitteilung können Sie unter folgenden Link herunterladen: http://www.mologen.com/uploads/media/171101_Pressemeldung_N18_MOLOGEN_GHIT.pdf

Weitere Meldungen der MOLOGEN AG finden Sie unter: http://www.mologen.com/de/investoren-presse.html

Mit neuen und einzigartigen Technologien und Wirkstoffen gehört MOLOGEN zu den Wegbereitern auf dem Gebiet der Immuntherapien. Neben dem... [mehr]