Smarte Prognosetools für Biotechnologie und Medizin

Bewilligtes ZIM-Kooperationsnetzwerk „MoDiPro“ entwickelt computergestützte Modelle, um biotechnologische Produktionsprozesse effizienter zu gestalten sowie optimierte, schnelle Entscheidungen in der Medizin zu ermöglichen.

 

Mitte August gab es grünes Licht vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie für die Förderung des ZIM-Kooperationsnetzwerks „MoDiPro“. Mit etwa 140.000€ werden die Netzwerkpartner für zunächst ein Jahr gefördert. Im Netzwerk sollen computergestützte Modelle entwickelt werden, um in der biotechnologischen Forschung, Entwicklung und Produktion sowie in der Klinik valide Vorhersagen zu treffen und um die Möglichkeit zu schaffen, präventiv zu agieren. Die Partner vereinen Expertisen aus mittelständischer Industrie, Akademie und Klinik. Initiiert wurde „MoDiPro“ von der Industriellen Biotechnologie Bayern Netzwerk GmbH (IBB Netzwerk GmbH). Das Kick-off-Treffen des Netzwerks fand bereits im Juli in Martinsried bei München statt.


Worum geht es?

„Modelle für Diagnostik und Prozessoptimierung“ – das verbirgt sich hinter dem Akronym „MoDiPro“. Ziel des Netzwerks ist es, durch moderne computergestützte Modellierung ungenutzte Produktivitätspotenziale in biotechnologischen Industrieprozessen zu erschließen und neue Methoden für die individualisierte Medizin zu entwickeln. Dazu arbeiten im Netzwerk Partner aus der Datenerhebung, Modellierung, Software/Hardware-Entwicklung und Endanwender eng zusammen. Angestrebte Netzwerkprodukte sind z.B. Diagnostik-Tools und digitale Entscheidungshilfen für Ärzte oder clevere Sensor-Steuer-Module, die industrielle Produktionsprozesse in Echtzeit optimieren.


Mehrwert.

Prof. Haralabos Zorbas, Geschäftsführer der IBB Netzwerk GmbH, betont den Mehrwert des Netzwerks: „Kooperationsnetzwerke sind ein fruchtbarer Boden, um innovative Ideen effizienter und wirtschaftlicher in F&E-Projekten umzusetzen und marktreife Produkte und Verfahren zu realisieren. Nach unserer Erfahrung mit bereits drei ZIM-Kooperationsnetzwerken, wobei eines davon bereits verstetigt wurde, bin ich überzeugt, dass auch innerhalb von ‚MoDiPro‘ zukunftsträchtige Projekte bzw. Produkte entstehen werden!“ Neben der Organisation von regelmäßigen Netzwerktreffen unterstützt die IBB Netzwerk GmbH die Partner bei der Suche nach weiteren, geeigneten Projektpartnern sowie beim Anstoßen und Ausarbeiten von F&E-Anträgen. Darüber hinaus soll der Kontakt zu potenziellen Anwendern und Kunden wie z.B. zu Großindustrie und Kliniken weiter gestärkt werden.


Mitmachen!

„MoDiPro“ wird rückwirkend seit Juni 2017 im Rahmen des „Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Die Fördersumme beträgt rund 140.000 Euro für das erste Jahr und deckt 90% der Gesamtkosten. Eine Fortsetzung in einer zweiten Phase wird angestrebt. Zu den Netzwerkpartnern zählen aktuell die acht klein- und mittelständischen Unternehmen AptaIT GmbH, ATG:biosynthetics GmbH, Biomax Informatics AG, cellasys GmbH, Insilico Biotechnology GmbH, provenion GmbH, Trace Analytics GmbH und TWT GmbH sowie die Gruppe „Data-driven computational modeling“ vom Helmholtz Zentrum München und das Fachgebiet für Systembiotechnologie von der Technischen Universität München.


Weitere interessierte Unternehmen, die in F&E-Projekten mitwirken möchten, sind im Netzwerk herzlich willkommen!


Über das ZIM-Kooperationsnetzwerk „MoDiPro“

Die strategische Ausrichtung des Netzwerks „MoDiPro“ liegt in der Digitalisierung der Biotechnologie mit den beiden großen Anwendungsfeldern der Industriellen Biotechnologie/Nachhaltigen Bioökonomie sowie der Individualisierten Medizin/Medizintechnik. Durch methodisch fortschrittliche Modellierung sowie Prognosen möchten die Netzwerkpartner sowohl biotechnologische Prozesse effizienter gestalten als auch optimierte und schnelle Entscheidungen z.B. in der Medizin ermöglichen. Als Produkte werden Softwarelösungen angestrebt, aber auch Hardware-Komponenten sowie Dienstleistungen, die auf der Vorhersagekraft von Computermodellen beruhen. Das Kooperationsnetzwerk „MoDiPro“ wird im Rahmen des „Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Die Förderung in Phase 1 läuft von Juni 2017 bis Mai 2018, danach wird eine Fortsetzung in Phase 2 angestrebt.


Über die Industrielle Biotechnologie Bayern Netzwerk GmbH (IBB Netzwerk GmbH)

Die IBB Netzwerk GmbH ist eine Netzwerk- und Dienstleistungsorganisation auf dem Gebiet der Industriellen Biotechnologie und nachhaltigen Ökonomie. Ihr Ziel ist, die Umsetzung wertvoller wissenschaftlicher Erkenntnisse auf diesen Gebieten in innovative, marktfähige Produkte und Verfahren zu katalysieren. Die IBB Netzwerk GmbH betreibt das Management der ZIM-Kooperationsnetzwerke „MoDiPro“, „UseCO2“ und „Waste2Value“ sowie des verstetigten Kooperationsnetzwerks „BioPlastik“. Insbesondere unterstützt die IBB Netzwerk GmbH die Netzwerkpartner bei der Ausarbeitung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Sitz des Unternehmens ist Martinsried bei München. Weitere Informationen unter www.ibbnetzwerk-gmbh.com.



Kontakt:

Industrielle Biotechnologie Bayern Netzwerk GmbH

Am Klopferspitz 19

D-82152 Martinsried

Web: www.ibbnetzwerk-gmbh.com


Dr. Christine Hasenauer

Tel.: +49 89 5404547-16

Fax: +49 89 5404547-15

E-Mail: christine.hasenauer@ibbnetzwerk-gmbh.com


Dr. Katrin Illner

Tel.: +49 89 5404547-17

Fax: +49 89 5404547-15

E-Mail: katrin.illner@ibbnetzwerk-gmbh.com


Bild: CC0 Public Domain geralt / pixabay.com


Die IBB Netzwerk GmbH ist eine Netzwerk- und Dienstleistungsorganisation auf dem Gebiet der Industriellen Biotechnologie und nachhaltige... [mehr]